D365 Audit
Blog · 2026-08-06 · 5 min read
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Kostenlose Analyse-Tools für Dynamics 365 Solutions

Vom Solution Checker bis zur XrmToolBox. Die kostenlosen Werkzeuge im Überblick, was sie jeweils können und wofür man sie kombiniert.

Für die Analyse von Dataverse-Lösungen muss man nicht zwingend Geld ausgeben. Es gibt eine Handvoll kostenloser Werkzeuge, die zusammen mit ein bisschen Zeitaufwand erstaunlich weit tragen, wenn man weiß, welches wofür taugt. Ein Rundgang durch die nützlichsten davon.

Solution Checker

Der eingebaute Prüfer von Microsoft, direkt in der Maker-Oberfläche. Statische Analyse von Code und Konfiguration gegen Microsofts Regelwerk, mit Schweregraden und Doku-Links. Seine Bedingungen: Er läuft nur auf nicht verwalteten Lösungen und nur mit Zugriff auf die Umgebung. Für alles, was er abdeckt, ist er gesetzt, und über die Pipeline-Integration wird er zum Dauerläufer. Hier ist allerdings zu beachten, dass Laufzeiten von bis zu 48 Stunden zu erwarten sind. Auch ein später Abbruch ist möglich und liefert möglicherweise nur unbefriedigende Mengen an Details.

Power Platform CLI

Das Kommandozeilenwerkzeug "pac" ist unscheinbar und für Analysezwecke ein Arbeitstier: Lösungen exportieren, in Einzeldateien entpacken, per "pac solution check" prüfen. Vor allem das Entpacken ist unterschätzt. Eine entpackte Lösung ist durchsuchbar, versionierbar und vergleichbar, und viele der Prüfungen aus diesem Blog sind danach eine Textsuche.

XrmToolBox

Das Schweizer Messer der Community: eine kostenlose Desktop-Anwendung mit Hunderten Plugins von Freiwilligen. Für Analysezwecke stechen einige heraus. Der Metadata Browser für den schnellen Blick auf Tabellen und Felder. FetchXML Builder zum Nachbauen und Prüfen von Abfragen. Werkzeuge für den Vergleich von Umgebungen und für die Layer-Analyse einzelner Komponenten. Solution-Übersichten, die Komponentenlisten exportierbar machen.

Die Einschränkungen liegen in der Natur der Sache: Qualität und Pflege variieren von Plugin zu Plugin, alles braucht Verbindungsrechte auf die Umgebung, und die Verantwortung dafür, welchem Plugin man Zugriff gewährt, liegt beim Nutzer. Für den internen Gebrauch mit eigenen Umgebungen ist das etabliert und bewährt. Achtung: Dieses Tool benötigt Zugriff auf Ihre Umgebung im User Kontext. Verwenden Sie diese Software nur, wenn Sie ihr vertrauen.

Der Metadaten-Blick der Plattform selbst

Halb vergessen, aber vorhanden: Die Plattform kann selbst einiges zeigen. Die Abhängigkeitsanzeige pro Komponente mit der Solution Layer Analyse. Für Einzelfragen (frei nach dem Motto: Warum ist jetzt meine Anpassung nicht in der Produktivumgebung, obwohl sie in der Lösung vorhanden ist?) ist der direkte Blick an dieser Stelle oft schneller als jedes andere Werkzeug. Es macht durchaus Sinn, sich tiefer mit dem Konzept von Solution Layering zu beschäftigen, da hier so einige kleine Fallstricke lauern.

Und die Lücke dazwischen

Ehrlich benannt: All diese Werkzeuge beantworten Einzelfragen oder prüfen Code-Regeln. Was keines davon liefert, ist der zusammenhängende Bericht über den Zustand einer Lösung, also Dokumentationsgrad, Konsistenz, Altlasten und Risiken in einem Dokument. Eines, welches man weitergeben kann, und die Bewertung fremder Lösungen ganz ohne Umgebungszugriff. Das ist die Lücke, in der kostenpflichtige Werkzeuge wie unseres arbeiten. Um es zusammenzufassen: Wer nur gelegentlich eine Einzelfrage hat, kommt mit der kostenlosen Werkzeugkiste sehr weit. Wer regelmäßig Lösungen übernimmt, bewertet oder sich über den Stand seiner Lösung informieren möchte wird die Handarbeit irgendwann leid.

Mein Rat unabhängig vom Budget: pac zum Entpacken einrichten und den Solution Checker in die Routine holen. Diese beiden kosten nichts, laufen überall und heben die Grundqualität sofort.

Wie steht Ihre eigene Lösung da?

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