D365 Audit
Blog · 2026-09-28 · 3 min read
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Was ist der Solution Health Hub?

Das eingebaute Prüfwerkzeug für den Zustand einer Dynamics-365-Umgebung. Was es prüft, wie man es startet und was es nicht ist.

Der Name führt ein wenig in die Irre deshalb vorweg: Der Solution Health Hub prüft nicht die Qualität Ihrer eigenen Solutions. Er prüft den gesamten Gesundheitszustand einer Dynamics-365-Umgebung, also ob Konfiguration und Komponenten der Microsoft-Apps in einem erwartbaren Zustand sind. Innerhalb dieser Zuständigkeit ist er nützlich und kostet nichts.

Was er tut

Der Hub ist eine modellgesteuerte App welche in Umgebungen mit Dynamics-365-Apps automatisch vorhanden ist. Er führt Regelsätze aus deren Regeln typische Umgebungsprobleme erkennen: deaktivierte Prozesse und Flows die eigentlich laufen müssten, fehlerhafte Konfigurationsstände von App-Komponenten, Prozesse deren Besitzer ein deaktivierter Benutzer ist oder bekannte Problemmuster nach Updates.

Analysen lassen sich pro Regelsatz auf Abruf starten. Teils laufen sie auch automatisch nach bestimmten Ereignissen. Das Ergebnis ist eine Liste von Analysedatensätzen mit Befunden, jeweils mit Beschreibung und (wo möglich) Hinweisen zur Behebung. Einige Regeln bieten sogar automatische Korrekturen an.

Zur Verfügbarkeit: Der Hub kommt mit den Dynamics-365-Apps. Reine Power-Platform-Umgebungen ohne diese D365 Apps haben ihn nicht. Dort wäre er mangels Prüfgegenstand auch wenig sinnvoll. Wer ihn in der App-Liste nicht findet hat also vermutlich keine Umgebung für die er gedacht ist.

Wie man die Ergebnisse liest

Die Befundliste braucht etwas Einordnung. Nicht jeder rote Eintrag ist ein akutes Problem: Manche Regeln melden Zustände die in der konkreten Umgebung gewollt sind (etwa bewusst deaktivierte Prozesse eines nicht genutzten Moduls). Der Hub kennt die Absicht nicht denn er kennt nur den Sollzustand der Microsoft-Apps. Sinnvoll ist deshalb ein einmaliger Durchgang bei dem jeder Befund entweder behoben oder mit einer kurzen Notiz als akzeptiert markiert wird. Bei späteren Läufen fällt dann nur noch auf was neu dazugekommen ist. Und das ist die eigentlich interessante Information.

Wofür er gut ist

Sein bester Einsatzmoment ist nach Veränderungen: nach einem großen Plattform-Update, nach der Installation oder Aktualisierung von Microsoft-Apps. In diesen Momenten beantwortet er die Frage ob die Umgebung selbst in Ordnung ist, bevor man Fehlverhalten in den eigenen Anpassungen sucht. Das spart gelegentlich Stunden Fehlersuche in die falsche Richtung.

Was er nicht ist

Die Abgrenzung in drei Sätzen. Er bewertet nicht die Qualität eigener Anpassungen, dafür ist der Solution Checker zuständig. Er sagt nichts über Dokumentation, Namenskonventionen, Altlasten oder Übernahmefähigkeit einer Lösung, das ist die Ebene von Audit-Werkzeugen. Und er braucht Zugriff auf die laufende Umgebung eine fremde Lösung vor der Installation kann er nicht beurteilen.

Kurz: ein Werkzeug für den Betrieb der Umgebung, nicht für die Bewertung von Lösungen. In dieser Rolle darf er ruhig bekannter sein als er ist: Die App liegt in vielen Umgebungen längst installiert bereit, ohne dass jemand sie je geöffnet hätte.

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