D365 Audit
Blog · 2026-09-28 · 4 Min. Lesezeit

Solution exportieren: Schritt für Schritt

Wie Sie einen Solution-Export aus Dynamics 365 oder der Power Platform ziehen, welche Option wann richtig ist und welche Stolpersteine es gibt.

Der Lösungs-Export ist die Eintrittskarte zu fast allem: Auslieferung in eine andere Umgebung oder Analyse einer fremden Lösung. Der Weg dorthin ist kurz aber an drei Stellen entscheidet eine Auswahl darüber was am Ende in der ZIP-Datei landet.

Der Weg im Maker-Portal

Melden Sie sich unter make.powerapps.com an und wählen Sie oben rechts die richtige Umgebung. Das ist der häufigste Fehler überhaupt: Der Export läuft in der Standardumgebung statt in der die Sie meinen.

Dann links auf Lösungen, die gewünschte Lösung markieren und in der Befehlsleiste Exportieren wählen. Die Plattform bietet an ausstehende Anpassungen zu veröffentlichen. Machen Sie das immer. Alles was nicht veröffentlicht ist fehlt sonst im Export, ohne dass eine Warnung erscheint.

Danach kommt die Versionsnummer. Zählen Sie hoch auch wenn es nur ein Zwischenstand ist. Und notieren Sie sich in einem Satz was diese Version enthält. Drei Wochen später ist genau dieser Satz der Unterschied zwischen gezieltem Zurückrollen und Raten.

Die eine wirklich wichtige Auswahl

Zum Schluss fragt die Plattform: verwaltet oder nicht verwaltet. Kurz gefasst: Nicht verwaltet ist der bearbeitbare Entwicklungsstand, verwaltet die versiegelte Auslieferung für Test und Produktion. Die ausführliche Gegenüberstellung steht unter Managed vs. Unmanaged.

Für eine Analyse oder Dokumentation ist der nicht verwaltete Export der bessere: Er enthält die Struktur vollständig und ohne die Einschränkungen welche eine versiegelte Lösung mit sich bringt. Ein verwalteter Export lässt sich ebenfalls auswerten. Aussagen zu Namenskonsistenz und zur Unterscheidung eigener von Standard-Komponenten sind dann aber nur eingeschränkt belastbar.

Was Sie danach in der Hand halten

Eine ZIP-Datei. Darin liegen die "solution.xml" (Manifest, Version, Herausgeber, Abhängigkeiten) und die "customizations.xml" (die eigentliche Konfiguration). Je nach Inhalt kommen weitere Ordner für Web-Ressourcen, Flows, Plug-in-Assemblies oder Canvas Apps dazu. Was genau wo liegt beschreibt der Rundgang durch die XML-Dateien.

Vier Stolpersteine

Große Lösungen brauchen Zeit. Bei mehreren tausend Komponenten kann der Export Minuten dauern und im Browser wie ein Hänger aussehen. Warten statt neu klicken.

Segmentierte Lösungen exportieren nur was drin ist. Wurde ein Feld nie zur Lösung hinzugefügt fehlt es im Export, obwohl es in der Umgebung existiert.

Umgebungsvariablen können aktuelle Werte mitbringen. Beim Import überschreiben die dann die Konfiguration der Zielumgebung, ohne Fehlermeldung. Vor der Auslieferung prüfen ob im Export neben der Definition auch ein Wert steckt.

Der Export ist kein Backup Ihrer Daten. Er enthält lediglich die Konfiguration bzw. Anpassungen und keine Datensätze. Für Daten gibt es andere Wege.

Und wenn es schneller gehen soll

Wer regelmäßig exportiert sollte das nicht von Hand tun. Die Power Platform CLI erledigt Export und Entpacken auf der Kommandozeile. In einer Pipeline lässt sich beides automatisieren, inklusive Prüfung. Wie das aussieht steht unter Solution-Analyse in Azure DevOps integrieren.

Ausführliche Schritt-für-Schritt-Bilder liefert Microsoft selbst in der Dokumentation zum Exportieren von Lösungen.

Wie steht Ihre eigene Lösung da?

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